Tottenham Hotspur verpflichtet Roberto De Zerbi als neuen Cheftrainer
31.03.2026 (mp) Tottenham Hotspur hat Roberto De Zerbi als neuen Cheftrainer vorgestellt. Der Italiener unterschrieb bei den „Spurs“ einen Fünfjahresvertrag und übernimmt die Mannschaft in einer extrem kritischen Phase der Saison. Der frühere Trainer von Brighton & Hove Albion hat nur noch sieben Spiele Zeit, um die „Spurs“ vor dem Abstieg in die League Championship zu bewahren. Der Traditionsverein steht derzeit auf Platz 17 der Premier League, nur einen Punkt vor der Abstiegszone, und wartet im Jahr 2026 weiterhin auf den ersten Sieg in der Premier League. Sollte Tottenham Hotspur tatsächlich absteigen, wäre es eine der spektakulärsten und bemerkenswertesten Relegationen in der Geschichte der Premier League. Der 46 Jahre alte Roberto De Zerbi besitzt keine Vertragsklausel, die ihm im Falle eines Abstiegs einen sofortigen Ausstieg ermöglichen würde. Damit ist klar, dass er langfristig eingeplant ist – unabhängig vom Ausgang der Saison.
In seinem ersten Statement zeigte sich der neue Trainer begeistert von der Aufgabe: „Ich freue mich sehr, diesem fantastischen Fußballklub beizutreten, der zu den größten und prestigeträchtigsten der Welt gehört.“ De Zerbi betonte zudem, dass die Gespräche mit der Vereinsführung eine klare Vision gezeigt hätten: ein Team aufzubauen, das große Ziele erreichen kann – mit einem attraktiven Spielstil, der die Fans begeistert. „Ich bin hier, weil ich an diese Ambition glaube und habe einen langfristigen Vertrag unterschrieben, um alles zu geben, damit wir sie verwirklichen. Unsere Priorität ist es, in der Premier-League-Tabelle zu klettern. Darauf wird bis zum letzten Pfiff des letzten Saisonspiels der volle Fokus liegen.“
Roberto De Zerbi folgt auf Interims-Trainer Igor Tudor, der den Klub am 29. März 2026 offiziell im gegenseitigen Einvernehmen nach nur 44 Tagen wieder verlassen hat. Damit verpflichtet der Verein aus dem Norden Londons bereits den vierten Cheftrainer in dieser Saison – ein klares Zeichen für die sportliche Krise.
Tottenham Hotspur hatte bereits versucht, De Zerbi nach dem Abgang von Thomas Frank im Februar zu verpflichten. Damals galt der Zeitpunkt jedoch als zu früh, da der Italiener Olympique Marseille am selben Tag verlassen hatte. Ausschlaggebend für die Verpflichtung von De Zerbi waren vor allem seine Premier League-Erfahrung, sein taktischer Ruf und sein offensiv geprägter Spielstil.
Obwohl der Trainer zunächst zögerte, noch vor Saisonende einzusteigen, entschied sich der Klub nun für eine sofortige Lösung. Damit kann Tottenham Hotspur bereits frühzeitig die Planungen für das Sommer-Transferfenster auf die Wünsche von De Zerbi ausrichten. Intern soll zudem die Einschätzung bestanden haben, dass aktuell kein anderer Trainer mit vergleichbarer Glaubwürdigkeit verfügbar sei. Auch wollte man nach Tudors kurzem Intermezzo keinen weiteren Interimstrainer mehr einsetzen.
Roberto De Zerbi hatte Brighton & Hove Albion zwischen 2022 und 2024 trainiert und den Klub in dieser Zeit zur Qualifikation für den europäischen Wettbewerb verholfen. Anschließend übernahm er Olympique Marseille und führte den Verein in der vergangenen Saison auf Platz zwei der Ligue 1. Am 11. Februar 2026 verließ er den französischen Klub nach einer 0:5 Niederlage gegen Paris Saint-Germain.
Nun steht De Zerbi vor seiner wohl schwierigsten Herausforderung: Tottenham Hotspur in einer dramatischen Saisonphase zu stabilisieren und den Abstieg des Traditionsvereins aus der Premier League zu verhindern. In wenigen Wochen wird sich entscheiden, ob er in London als Retter gefeiert wird – oder ob sein Name dauerhaft mit einer der dunkelsten Spielzeiten der Vereinsgeschichte verbunden bleibt.
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